Save the Date - Werde, die du bist! Ruth Baumgarte – Lebenskunst - 15. November 2020 – 21. Februar 2021

Die Eröffnung findet statt am Sonntag,
15. November 2020, 11:00 Uhr

Die Übersichtsschau Werde, die du bist! Ruth Baumgarte – Lebenskunst leitet in vier thematischen Kapiteln mit circa 150 Zeichnungen, Gemälden und historischen Dokumenten durch das Leben und Werk von Ruth Baumgarte. Sie wird als gegenständlich arbeitende Künstlerin vorgestellt und dabei ihr Bezug zur Gegenwart unterstrichen, etwa, wenn es um ihr Selbstverständnis als emanzipierte Frau geht oder um Besonderheiten ihres Schaffens: Dazu zählt ihre frühe Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen Mensch und Umwelt oder ihr Afrika-Zyklus, der Themen wie Vertreibung, Migration und Flucht behandelte, bevor dazu ein kunsthistorischer Diskurs in der westlichen Welt einsetzte. 

Zur Ausstellung erscheint eine ca. 200-seitige, reich bebilderte Publikation in Deutsch und Englisch mit einem einführenden Essay des Kurators der Ausstellung Dr. Eckhart Gillen im Hirmer Verlag.

Presseinformation

Preisträger des 6. Kunstpreises: Michael Armitage

©Fotografie Michael Armitage und Alexander Baumgarte, Hannover 2020, Kunststiftung Ruth Baumgarte

„Mit Michael Armitage zeichnet die Jury einen Künstler aus, der in seinen farbenfrohen, großformatigen Ölgemälden Elemente der westlich-europäischen Kunstgeschichte mit der künstlerischen Tradition Afrikas verbindet und dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. […] Innerhalb kurzer Zeit ist Michael Armitage zu einer der aufregendsten künstlerischen Stimmen der Gegenwart avanciert“, begründete Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover und Mitglied der Preisjury die Entscheidung des Stiftungsbeirates.

Noch auf der Biennale in Venedig 2019 vertreten, fand im Frühling diesen Jahres die erste Ausstellung von Michael Armitage in Afrika in der Norval Foundation in Kapstadt statt. Die Verbindung zwischen Europa und Afrika gelingt dem Künstler erneut durch die kommende große Einzelausstellung seines Werkes im Haus der Kunst in München ab September 2020. Michael Armitage studierte an der Slade School of Art und den Royal Academy Schools in London, die er 2010 als 26-Jähriger abschloss. Das Pendeln zwischen London und Nairobi prägt gleichzeitig den innovativen malerischen Stil von Michael Armitage, der europäische Maltradition mit spezifisch ostafrikanischen kulturellen Themen verbindet. Politische und ökonomische Kritik werden durch Bilder und Meldungen aus Zeitungen, Internet oder Fernsehen erfahrbar und pointiert zugespitzt. Bei aller Aktualität entstehen dabei zeitlos-mythische Sinnbilder menschlicher Existenz im Spannungsfeld von Liebe und Gewalt, von Traum und Wirklichkeit, von Leben und Tod.

Informations-Karte zur Kunstpreisverleihung

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Nan Goldin erhält 5. Kunstpreis Ruth Baumgarte

Nan Goldin fotografiert von David Armstrong, 2000

Der international bekannten Künstlerin Nan Goldin wird am 27. Juni 2019 der Kunstpreis Ruth Baumgarte im Auditorium / Calder-Saal des Sprengel Museum Hannover verliehen.

Nan Goldin, 1953 in Washington geboren und in Boston aufgewachsen, fing bereits in ihrer frühen Jugend an zu fotografieren. Sie studierte von 1974 bis 1977 an der School of the Museum of Fine Arts in Boston. Heute lebt und arbeitet sie in New York, Paris und Berlin.

In ihren Fotografien greift Nan Goldin ernste Themen wie Gewalt, Drogen, Sex und Tod auf. Sie porträtiert und dokumentiert – stets auf sensible Weise – Freunde, Bekannte und auch sich selbst in teils sehr persönlichen und intimen Momentaufnahmen. Über Jahrzehnte entstand so eine Art Tagebuch, das, ähnlich dem Werk Ruth Baumgartes, den Menschen in den Mittelpunkt künstlerischen Interesses rückt, dabei jedoch immer eine starke empathische Haltung der Künstlerin gegenüber den dargestellten Personen unzweifelhaft erkennen lässt.

Neben großen Einzelausstellungen in namhaften Museen und Ausstellungshäusern wie u.a. im Museum of Modern Art, New York, im Whitney Museum of American Art, New York und in der Berlinischen Galerie, sind ihre Werke auch in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter im Centre Pompidou in Paris, in der Tate Modern, London und in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig. Zuletzt wurde die Künstlerin mit dem Reminders Day Award (2011) ausgezeichnet.

Einladung zur Kunstpreisverleihung

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Der große Afrika-Zyklus von Ruth Baumgarte im Städtischen Museum Braunschweig

Das Städtische Museum Braunschweig präsentiert vom 24. März bis zum 7. Juli 2019 den expressiven Afrika-Zyklus der international bekannten Künstlerin Ruth Baumgarte. Zur Eröffnung findet eine Lesung mit der bekannten Schauspielerin Hannelore Hoger statt, Dr. Peter Joch (Direktor Städtisches Museum Braunschweig) und Alexander Baumgarte (Vorstandsvorsitzender der Kunststiftung Ruth Baumgarte) führen inhaltlich in die Ausstellung ein. Eine hochwertige Publikation erscheint im Hardcover. 
Zuletzt war der Afrika-Zyklus im Ludwig Museum Koblenz (2017/18) und im Marmorpalast des Ludwig Museum im State Russian Museum, St. Petersburg (2018) zu sehen.

Ruth Baumgarte, 1923 in Coburg (Deutschland) geboren, wuchs als Tochter der Schauspielerin Margarethe Kellner-Conrady und des Schauspielers, Regisseurs und späteren Ufa-Direktors Kurt Rupli in Berlin auf. Nach einem Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin arbeitete sie für kurze Zeit als Illustratorin für die erste deutsch-russische Zeitung und siedelte nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 nach Bielefeld um, baute sich dort eine Karriere als Grafikerin auf, bevor sie sich ausschließlich freien künstlerischen Arbeiten zuwandte. Ihre Werke wurden international in renommierten Institutionen und Galerien gezeigt. Ruth Baumgarte verstarb im Februar 2013. 
Die ersten und zudem auch selbstständigen Reisen nach Afrika unternahm Ruth Baumgarte während der 1950er Jahre. Afrika war damals ein für die westliche Welt kaum erschlossener Kontinent. Ab den 1980er Jahren bereiste die Künstlerin über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren insgesamt mehr als vierzig Mal vor allem süd- und ostafrikanische Staaten wie unter anderem Simbabwe, Kenia, Tansania, Namibia und Südafrika. 
In dieser Zeit entwickelte sich ihr einzigartig expressiver Stil. Ihre Werke verdichten sich zu teils apokalyptisch anmutenden Visionen. Stets spiegeln die Bilder die starke Empathie der Künstlerin zu den Bewohnern des Landes. Farbgewaltige Darstellungen von Menschen und Landschaft zeugen von ihrer inneren Verbundenheit zu Afrika, gleichzeitig setzt sie sich der persönlichen Erfahrung der dort vorhandenen sozialen Umbrüche aus. Die Ruth Baumgarte-Kennerin und Direktorin des Ludwig Museum Koblenz, Professor Beate Reifenscheid, resümiert: „Ruth Baumgarte war weit entfernt von jeglichem Exotikzauber und einer beschönigenden Sicht. […] Vielmehr verdichtete sie Gesehenes und Erlebtes in intensiven, dramatischen Visionen, die sie durchaus zeitaktuell, letztlich aber jenseits von realen Situationen und Ereignissen entwarf.“

Den aus diesen Reisen resultierenden, über 100 Werke umfassenden Afrika-Zyklus setzt das Städtische Museum Braunschweig in einen historischen Kontext und unterstreicht somit die Aktualität der bemerkenswerten Ausnahmekünstlerin, die Ihrer Zeit weit voraus war. Gerade die brisante Entwicklung der sozialpolitischen Situation in den letzten Jahren bis heute verleiht den Arbeiten von Ruth Baumgarte eine neue und stetig wachsende Relevanz sowohl auf kultureller als auch gesellschaftlicher Ebene.

Zur Ausstellung ist ein 126-seitiger Katalog 'Ruth Baumgarte. Vision Afrika. Turn of the Fire' im Michael Imhof Verlag, Petersberg erschienen.

Infos: 
Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig

EINLADUNG

https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches_museum/ausstellungen.html

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Große Retrospektive von Ruth Baumgartes Afrika-Zyklus "Turn of the Fire" im Ludwig Museum im State Russian Museum, Marble Palace St. Petersburg

Anlässlich des 95. Geburtstages der international bekannten Künstlerin Ruth Baumgarte (1923 – 2013) präsentiert das Ludwig Museum im State Russian Museum, Marmorpalast, Sankt Petersburg, vom 5. September bis zum 22. Oktober 2018 eine große Ausstellung des expressiven Afrika-Zyklus "Turn of the Fire" der Künstlerin. Zur Ausstellung erscheint eine rund 100 Seiten starke Publikation im Hardcover.

In den 1950er Jahren begann die Künstlerin eigenständig durch Afrika zu reisen – in einen Kontinent, der zu jener Zeit für die europäische Welt weitgehend unbekannt war. Seit den frühen 1980er Jahren reiste sie über zwanzig Jahre lang insgesamt mehr als vierzig Mal immer wieder in verschiedene süd- und ostafrikanische Staaten, vor allem in das von Apartheid geprägte Südafrika, und entwickelte hier einen einzigartig expressiven Stil, in dem sich ihre Werke zu teils apokalyptisch anmutenden Visionen verdichten. Den so entstandenen, rund 100 Werke umfassenden Afrika-Zyklus transformiert das Ludwig Museum Sankt Petersburg in die Gegenwart, wodurch deutlich wird, wie sehr diese europäische Ausnahmekünstlerin die gesellschafts- und stammespolitischen Sozialisationsaspekte des afrikanischen Kontinents schon über Jahrzehnte bearbeitete, bevor ein kunsthistorischer Diskurs zum Thema in den letzten Jahren einsetzte.

Bereits zum Jahreswechsel 2017/18 präsentierte das Ludwig Museum Koblenz die Ausstellung "Ruth Baumgarte. Turn of the Fire" mit rund 50 Arbeiten der Künstlerin. Die Sankt Petersburger Schau auf der Hauptfläche des repräsentativen Marmorpalastes wird nahezu den kompletten Zyklus der Künstlerin zeigen und eine Publikation in russischer und englischer Sprache herausgeben.

PRESSEBEREICH

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Einladung

http://en.rusmuseum.ru/marble-palace/exhibitions/ruth-baumgarte/

http://www.rusmuseum.ru/marble-palace/exhibitions/the-ruth-baumgart/

The Ludwig Museum in the State Russian Museum

Marble Palace

5 Millionnaya Str.

St. Petersburg

 

 

Mona Hatoum erhält 4. Kunstpreis Ruth Baumgarte

Mona Hatoum 2017 © Nash Baker

Die international renommierte Künstlerin Mona Hatoum erhielt am Samstag, 23. Juni, in der Berlinischen Galerie den Kunstpreis Ruth Baumgarte.

Mona Hatoum wurde 1952 im Libanon als Tochter einer palästinensischen Familie geboren. Mit ihren Installationen und Skulpturen, Performances und Videoarbeiten hat die Künstlerin eine eigene, poetisch-minimalistische Sprache entwickelt, die vor allem durch die gleichzeitige Erzeugung gegenläufiger Gefühle wie Anziehung und Ekel, Furcht und Faszination charakterisiert wird. Persönliche Erfahrungen stellt sie in einen globalen Kontext, wodurch ihr Werk einen politischen Charakter erhält.

Ausgezeichnet wurde die Künstlerin u.a. mit dem Roswitha-Haftmann Preis (2004), dem Käthe-Kollwitz-Preis (2010) und dem Joan-Miró-Preis (2011). Neben zahlreichen Ausstellungen in internationalen Museen erlangte sie durch die Teilnahmen an den Biennalen in Venedig 1995 und 2005 oder der documenta Kassel (2002 und 2017) verstärkt internationale Aufmerksamkeit.

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